L. O. S. 2015

Das war ein wirklich aufregendes Wochenende! Nach einigem Hin und Her stand die Entscheidung fest, dass wir zum LAKE OF STARS fahren würden! Einem Musikfestival mit internationalen Musikern und Künstlern am Ufer des Malawi See, dem See der Sterne.

Genauer gesagt haben wir Donnerstag entschieden zu fahren und für Freitag und Montag sogar von der Arbeit frei bekommen! *BIGTHX*!!!

Gemeinsam mit Musikern aus Hildesheim und ein Paar anderen Freiwilligen vom ASA Programm sind wir Freitag früh in den Minibus gestiegen und haben uns auf den Weg Richtung nord-osten gemacht. Am Abend konnten wir dann echt noch Tickets kaufen und uns einen Platz auf dem Campingplatz buchen. Das ging alles ziemlich gut und mit dem süßen Zelt, das Rike und ich uns leihen konnten von den Jacaranda Freiwilligen liefs auch super. *<3zelten*

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Die Strecke von Blantyre nach Mangochi ist vlt 150 km lang, aber die Fahrt dauerte so um die 5 Std. mit Umsteigen und dem Restweg auf dem Fahrradtaxi. Yeahh!! Nach drei Wochen endlich wieder auf nem Rad gesessen, auch wenns es nur hinten drauf war. Die Gepäckträgerpolster, die Trittflächen und der Griff unterm Sattel machen die Fahrt ziemlich angenehm!

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Das Festival Gelände liegt direkt am See und der Sandstrand erstreckt sich vom Abgezäunten Campingplatz, über den Markt mit Essen und Ständen bis zu dem eigentlichen Festival Gelände, welches ebenfalls abgezäunt ist.

Was allerdings wirklich seltsam war bei unserer Ankunft und wir nicht erwartet hatten, war der hohe Anteil von Weißen unter den Leuten dort und vor allem in der Schlange für die Tickets. Das Festival lag bei einem stolzen Eintrittspreis von ca. 33.000 Kwacha und zusätzlichen 21.000 Kwacha für drei Übernachtungen auf dem Campingplatz pro Person. Umgerechnet entspricht das rund 100 Eur. Nicht günstig und kommt schon an deutsche Preise für ein Festival ran. Ein Pärchen machte mich Sonntag darauf aufmerksam, dass der Eintrittspreis in Relation zum hiesigen Durchschnittseinkommen verglichen mit dem in Deutschland einem Festivalpreis von grob geschätzten 100.000 EUR entsprechen würde. Wobei diese Zahl nicht nachgerrechnet wurde, wer es kann, bitte; Mein Handy Internet ist etwas eingeschränkt was größeres Research angeht! Da wird einem schon übel. Diese Seite des Festivals hat in jedem Fall einen Schatten auf die Tage geworfen und auch meine Erwartungen an ein lokales malawisches Ereignis nicht erfüllt.

Trotzdem war es schön mit den regionalen Kunsthandwerkern, dem guten Essen und den unterschiedlichen Künstlern, die auftraten! Neben dem Musiker Duo aus Hildesheim (mit Techniker aus Hannover) und anderen internationalen Musikern, waren auch einiger sehr sehr coole malawische Künstler dabei!!

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Ein breites und cooles Spektrum an Musik! Die Bucht in der das Festival statt fand war wirklich sehr sehr schön und auf dem Gelände war es auch sehr sauber. Wir haben unter Palmen im Sand gezeltet und auf dem Weg zum Waschhaus saßen kleine Meerkatzen im Schatten und beobachteten die Besucher.

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Mosquitos waren kaum welche da, obwohl es dort am See deutlich heißer ist, als hier im Hügeligen Limbe! Morgens fegte eine richtig steife Briese vom See über das Ufer und zerrte an den Zelten. Gut dass wir um die Zeit immer im Zelt lagen und es nicht weg fliegen konnte. Bei den Nachbarn sind ein Paar Zelt-Bauten eingestürzt. Jedenfalls wird der Wind den Mosquitos das Leben schwer gemacht haben. Tendenziell sind wohl die Chancen für Malaria Übertragende Mosquitos größer, auf Grund der Temperatur und dem erhöhten Vorkommen der Krankheit außerhalb der großen Städte. So haben wir uns trotz der wirklich wenigen Mosquitos viel eingesprüht wenn es bein Tanzen dunkel wurde.

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An diesem Wochenende machte der Lake of Stars seinem Namen alle Ehre, denn der Vollmond verwandelte die Oberfläche des Sees teils in einen glitzernden Sternenhimmel!

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Bei der Hitze und der teilweise sengenden Sonne tat es sehr gut im See schwimmen zu gehen! Auch wenn der Weg ähnlich wie beim Steinhuder Meer etwas länger ist bis das Wasser etwas tiefer und auch kühler ist!

Die südliche Region des See’s ist für die erhöhte Gefahr durch Bilharziose bekannt, eine Parasitäre Erkrankung, die durch Schnecken im Wasser übertragen wird. Da die Ansteckung nie ganz ausgeschlossen werden kann, nachdem Kontakt mit dem Wasser bestand empfiehlt sich ein Test, der drei Monate nach Kontakt durchgeführt wird. Bei einer Infektion wird ein Medikament verschrieben, das den Parasiten abtötet. Also hierzu in drei Monaten mehr! *zwincker*

Es war ein cooles Wochenende und es war toll so viele tolle Leute kennen zu lernen!!
Ich könnt noch soo viel schreiben, aber in der Zwischenzeit sind schon wieder neue Sachen passiert von denen es sich zu berichten lohnt!

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